Nicht bloß Luft holen: Richtig Atmen!

Auch wenn Luft holen unbewusst abläuft, ist es längst keine Nebensache. Wissen, wie man richtig atmet und was "falsches" Atmen bewirkt, kann über Gesundheit oder Krankheit, Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Eine richtige Atmung und bewusst angewendete Atemtechniken sorgen für Entspannung, sportliche Höchstleistungen, schenken neue Energie oder beugen Infekten vor. Doch was bedeutet richtiges Atmen und in welcher Situation ist welche Technik sinnvoll?

„Das Atemzentrum im Gehirn regelt die Atmung. Hier wird entschieden wie viel und wie oft ein- und ausgeatmet werden soll", erklärt Dorothea Pfeiffer-Kascha, Expertin für Atemtechniken. "Bei der Einatmung erzeugt die Atemmuskulatur, insbesondere das Zwerchfell, einen Unterdruck in der Lunge, die Luft strömt ein und gibt den Sauerstoff in den Lungenbläschen an umgebende Blutgefäße ab. Gleichzeitig wird umgekehrt Kohlendioxid vom Blut in die Lungenbläschen zum Ausatmen abgegeben.“

Ist bei einer Erkältung die Nase verstopft, fällt das Luft holen schwerer. Denn: „Die Nase stellt den Eingang zur Lunge dar. Bei der Einatmung wird hier die Atemluft auf etwa 34° C erwärmt, gereinigt und auf rund 90 Prozent Luftfeuchtigkeit angefeuchtet. Sind die Nasenschleimhäute stark angeschwollen und muss die Atmung ausschließlich über den Mund erfolgen, merken wir erst, welche wichtigen Aufgaben die Nase täglich übernimmt. „Die Mundschleimhaut kann nicht klimatisieren“, so Pfeiffer-Kascha. „Die Folge: Mund und Hals trocknen aus und manchmal ist sogar ein Hustenreiz spürbar. Die Infektanfälligkeit nimmt zu.“

Bei körperlicher Beanspruchung wie beim Training wird die Atmung besonders gefordert. Denn der erhöhte Sauerstoffbedarf erfordert unbewusst ein Mehr an Luft, so dass sich die Atmung auch auf den oberen Brustkorb ausweitet. "Gesunde sollten auch bei körperlicher Anstrengung durch die Nase atmen, damit die Atemluft klimatisiert wird“, betont Pfeiffer-Kascha. Grundsätzlich und vor allem beim Krafttraining gilt außerdem, Luftanhalten zu vermeiden und auch bei Anstrengung weiter zu atmen.

Bei Erkältung kann eine Atemübung zur Befreiung der Nase bei einer Erkältung beitragen. „Bei dieser ‚Nickübung‘ werden nach der normalen Ausatmung Mund und Nase verschlossen und der Kopf vier- bis sechsmal weit in den Nacken gelegt und auf die Brust gesenkt. Anschließend kann, ohne die Atemzüge vergrößern zu wollen, weiter geatmet werden“, erklärt Pfeiffer-Kascha.

„Bauchatmung“ gegen Stress


„Eine entspannte Atmung zeigt sich in einer ruhigen Einatmung, einer passiven Ausatmung und einer unbewussten Pause vor der nächsten Einatmung.“ Nicht nur Infekte und Erkrankungen, auch andere Faktoren können Einfluss auf die Atmung nehmen. „Fehlende Entspannung und Stress wie beispielsweise Angst oder stark belastende Gedanken und Emotionen beeinflussen das Atemmuster“, erklärt Pfeiffer-Kascha.

„Überwiegende Atembewegungen in Richtung oberer Brustkorb („Brustatmung“) und vermehrt auftretendes Seufzen sind verbreitete Symptome. Die Atemfrequenz ist erhöht“, so Pfeiffer-Kascha weiter. Um einer gestörten Atmung in Stresssituationen entgegen zu wirken und ein Hyperventilieren zu verhindern, sollte bewusst auf eine Zwerchfellatmung, also eine entspannte „Bauchatmung“ geachtet werden.

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Foto: fizkes, Shutterstock
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